
Im Pfarrheim in Buldern ist der Gottesdienst gleich vorbei, in der Christus-Kirche in Dülmen geht es um 10.30 Uhr los. Für viele Menschen ist das der erste Gottesdienst seit Monaten. Die Dülmener Pfarrerin Susanne Falcke denkt, dass das heute bei vielen gemischte Gefühle hervorruft. Einerseits, weil es der erste Kirchenbesuch seit Langem ist. Andererseits, weil es dennoch nicht so ist wie früher: Einen medizinischen Mundschutz zu tragen ist Pflicht, Gesang ist nicht erlaubt und es gelten nach wie vor die Abstandsregeln. Es gab zwar Online-Gottesdienste und es soll auch nach der Pandemie jeden Monat mindestens einen geben. Nichtsdestotrotz gehe nichts über das persönliche Erleben. Das sagt auch Pfarrerin Birgit Henke-Ostermann aus Coesfeld. Hier startet die evangelische Kirchengemeinde nächsten Sonntag wieder mit Gottesdiensten in der Kirche, wenn die Corona-Zahlen nicht zu stark steigen.
Andere evangelische Kirchengemeinden im Kreis warten noch bis März, zum Beispiel in Billerbeck und Nottuln. Eine andere Lösung haben die Kirchengemeinden in Havixbeck und Lüdinghausen gefunden: Sie feiern ihre Gottesdienste unter freiem Himmel.