
Die Deutsche Handwerkskammer sieht die Wurzel des Problems in der Ausbildung und nimmt die Politik in die Pflicht eine Bildungswende voranzutreiben. Ein Studium und eine berufliche Bildung sind gleich wichtig. Die Politik kann nicht viel machen, sagt Wirtschaftswissenschaftler Aloys Prinz. Im Grundgesetz ist die Berufswahlfreiheit verankert. Es müsse ein Umdenken geben. Das Problem liege in den Köpfen der Köpfe. Ein Studium sei nicht Garant für beruflichen Erfolg. Berufliche Bildung sei dem gleichgestellt. Und handwerkliche Berufe sind teilweise lukrativer sind, als akademische. Zudem vermische sich das, denn mehr und mehr ziehe Technik und Digitalisierung in verschiedene Handwerksbranchen ein, die spezielle Kenntnisse verlange. Das heißt, es gibt bereits eine gewisse Akademisierung von Handwerksberufen.