
Spätestens, wenn die fünfte Welle im Frühjahr überstanden ist und die Lieferengpässe einigermaßen überwunden sind, schlägt der Fachkräfte-Engpass zu. Einerseits stehen die Unternehmen vor einem Auftragsstau, den sie abarbeiten müssen und andererseits steht der Umbau zu einer nachhaltigen und digitalisierten Wirtschaft an. Und gerade das erhöht den Bedarf an qualifizierten Fachkräften noch einmal mehr. Bereits im vergangenen Jahr gab es beim Fachkräftebarometer der IHK einen historischen Höchstwert, noch nie zuvor hatten so viele Unternehmen den Fachkräftemangel als Risiko für die weitere Entwicklung gesehen. Bei über 60 Prozent der befragten Betriebe sind Stellen schon längerfristig unbesetzt. Dazu kommt, dass viele Mitarbeiter in Unternehmen kurz vor der Rente stehen. Erfreulich sei, dass im Kreis Coesfeld und dem Münsterland die Zahl der neuen Auszubildenden stärker gewachsen ist, als im Landes- und Bundesdurchschnitt. In diesem Jahr gehe es darum, mit weiteren Angeboten in die Schulen zu gehen. Außerdem will sich die IHK stärker einbringen, um mehr Arbeitskräfte aus dem Ausland zu gewinnen.