
KREIS: Fachkräftemangel im OGS-Bereich
Eltern im Kreis Coesfeld haben künftig Anspruch auf einen Ganztagsbetreuungsplatz an Grundschulen. In NRW und ganz Deutschland fehlen dafür aber tausende Erzieher und Sozialpädagogen. Zu dem Ergebnis kommt eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung. Monika Frantzmann ist von der Jugendhilfe Werne. Die Jugendhilfe kümmert sich um die Ganztagsbetreuung an der Lambertusgrundschule in Ascheberg, der Mariengrundschule in Herbern und der Mauritius-Grundschule in Nordkirchen.
Veröffentlicht: Dienstag, 05.07.2022 16:26
Sie sagt: Die Jugendhilfe Werne kann im Moment nur jedem, der möchte, einen OGS-Platz an den Grundschulen in Ascheberg, Herbern und Nordkirchen bieten, weil nicht ausgebildete Quereinsteiger das Fachkräfte-Team unterstützen. Um dauerhaft Fachkräfte für den OGS-Bereich gewinnen zu können, müsse eine engere Verzahnung von Vor- und Nachmittag her. Das könne dafür sorgen, dass der Job mehr Qualität bekommt und könnte attraktive Stellen schaffen. Aktuell hat eine Fachkraft in der Regel 20-Stunden in einem Zeitkorridor zwischen 11:30 Uhr und 16/17 Uhr. Das sei natürlich für eine Teilzeitstelle wenig attraktiv und könne auch mit den Stellen in der Kita, die rein am Vormittag ist kaum konkurrieren. Die Landesregierung müsse außerdem mehr Gelder bereitstellen, um Fachkräfte überhaupt finanzieren zu können, sagt auch Sabrina Hölscher. Sie kümmert sich um die OGS-Betreuung an der Grundschule Havixbeck. Darüber hinaus sollte es mehr Möglichkeiten geben, dass Ergänzungskräfte und Quereinsteiger sich besser weiterbilden können. Der Job müsse einfach insgesamt attraktiver werden und mehr Wertschätzung erhalten.