Anzeige
KREIS: Falscher Coesfelder Polizist
Teilen:

KREIS: Falscher Coesfelder Polizist

Er soll als falscher Polizist vor allem ältere Menschen in Coesfeld, Lüdinghausen und Dülmen - aber auch in Niedersachsen und Schleswig Holstein ausgenommen haben. Die echte Polizei hat den Coesfelder jetzt festgenommen. Und zwar in Essen.

Veröffentlicht: Freitag, 22.12.2023 14:20

Anzeige

Bei Durchsuchungen fanden sie Tatmittel, die den Verdacht gegen den Beschuldigten bestätigten. In allen Fällen sprach der angebliche Polizist am Telefon von einer angeblichen Raubserie. Angerufene sollten Wertgegenstände in einem Kochtopf übergeben, um diese zu schützen. Die Opfer fielen auf den Betrüger rein und übergaben Geld, EC-Karten samt PIN und teilweise Schmuck. Nach bisherigem Ermittlungsstand soll der Betrüger in insgesamt 20 Fällen einen insgesamt rund fünfstelligen Geldbetrag mit den erbeuteten EC-Karten abgehoben haben. Der Coesfelder sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Die echte Polizei warnt vor der Masche falscher Polizist:

Tipps Ihrer Polizei gegen den Enkeltrick:

  - Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen.

  - Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.

  - Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.

  - Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.

  - Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahestehende Personen.

  - Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen.

  - Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, beenden sie selbstständig das Gespräch und informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110. Lassen Sie sich nicht verbinden oder weiterleiten.

  - Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.

  - Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt) oder lassen Sie den Vornamen ganz weg. So können die Täter Sie nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags können Sie folgendes Formular herunterladen und sich damit an Ihren Telefonanbieter wenden.

  - Bewahren Sie Ihre Wertsachen, z.B. höhere Geldbeträge und andere Wertgegenstände nicht zuhause auf, sondern auf der Bank oder im Bankschließfach.



 

Anzeige
Anzeige
Anzeige