
Für alle Schüler, von der ersten bis zur Abschlussklasse, steht Homeschooling an. Das hat das NRW-Schulministerium am Nachmittag gesagt. Das soll helfen, Kontakte in der angespannten Corona-Infektionslage weiter einzuschränken. Das ist ja auch für viele Familien verständlich. Aber, sagt Karsten Ochs von den Elternvertretern der Mariengrundschule in Herbern und Vater von zwei Kindern, es gehe nicht anders, als das zu akzeptieren, um nach einigen Wochen zumindest ein stückweit Normalität zurückzuerlangen. Etwas von dem, was die Kinder lernen sollen, bleibe beim Homeschooling auf der Strecke - das sei klar. Außerdem vermisse der achtjähriger Sohn die Freunde, mit denen er jeden Tag in der Schule spielt. Auch Eltern von Kindergartenkindern haben es schwer. Ab Montag gibt es bis Ende des Monats einen Notbetrieb mit getrennten Gruppen und weniger Betreuungsstunden pro Woche. Das Deutsche Rote Kreuz, ein großer Kita-Träger im Kreis erinnert daran, dass Eltern die Möglichkeit zusätzlicher Kinderkrankentage haben. Dafür müssen allerdings auch die Chefs mitspielen.