
Experten diskutieren heute beim Verkehrsgerichtstag über eine Meldepflicht gegen fahruntaugliche Menschen. Ärzte sollten die entsprechenden Hinweise weitergeben. Der Nottulner Hausarzt Sascha Schönhauser beispielsweise will dabei nicht mitmachen. Jeder handele eigenverantwortlich und entscheide selbst, ob er sich fahrbereit fühlt, wenn er ins Auto steigt und einen Führerschein besitzt.
Ähnlich sieht es auch Bernhard Altenbockum vom Seniorenbeirat in Lüdinghausen. Schließlich seien Ärzte auch an ihre Schweigepflicht gebunden. Außerdem stellt sich ihm die Frage, ab wann man als "alt" gilt - mit 70, 80 - oder noch älter?
Entscheidend für eine unfallfreie Fahrt sei nicht das Lebensalter, sondern der Gesundheitszustand der Fahrer, sagt der ADAC. Ärzte sollten ihre Patienten im Falle des Falles daraufhin darauf hinweisen. Der Verkehrsclub lehnt eine Meldepflicht ab und pocht auf freiwilliges Handeln.