
Im Kreis Coesfeld und auch den Nachbarkreisen Unna und Recklinghausen hat es Stand jetzt keinen einzigen Unfall wegen Glatteis gegeben. Im Nachbarkreis Borken sorgte Schneematsch für zwei Unfälle mit Blechschaden. Die Autobahnpolizei zählt ebenfalls zwei Unfälle in der Nacht auf der A43. Zuerst in Richtung Ruhrgebiet zwischen Nottuln und Dülmen-Nord – ein Auto landete im Graben, der Fahrer wurde leicht verletzt. Und nur etwa eine Stunde später dann in die Gegenrichtung, also zwischen Dülmen-Nord und Nottuln in Richtung Münster. Hier blieb es aber beim Blechschaden. Möglicherweise sind die Autos ins Rutschen gekommen, ob Glätte Schuld war oder etwas anderes, ermittelt die Polizei aber noch.
Weiter Glätte möglich - Streudienste im Dauereinsatz
Auch wenn es glättetechnisch bisher ruhig geblieben ist, sind die Streudienste derzeit im Kreis Coesfeld im Dauereinsatz, es gilt weiterhin, besonders vorsichtig zu fahren. Es liegt weiter Schneematsch und überfrierende Nässe, sorgt für allem tagsüber für gefährlich glatte Stellen, warnt der Landesbetrieb Straßenbau. Das passiert so schnell, so dass auch bei regelmäßigen Touren der Streufahrzeuge immer wieder Glätte auftreten kann. Im Kreis Coesfeld und in Nachbarkreisen haben die Straßenmeistereien insgesamt rund 3500 Tonnen Salz auf die Fahrbahnen gestreut. Die Vorräte werden regelmäßig wieder aufgefüllt. Auch der Kreisbauhof hat noch Streusalz auf Lager. Derzeit ist er dabei, die Radwege zu streuen. Das will er heute abschließen.
Deutlich mehr los wegen Stürzen in Notaufnahmen
Auch wenn die Nacht ruhiger war als erwartet - Schnee und Schneematsch haben auch schon für rutschige Straßen und Wege im Kreis Coesfeld gesorgt - und in den Notaufnahmen der Krankenhäuser im Kreis kommen in diesen Tagen vermehrt Patienten an, die auf glatten Geh- oder Radwegen gestürzt sind. Die Ärzte im St. Marienhospital in Lüdinghausen behandeln derzeit zahlreiche Prellungen, Verstauchungen und auch Knochenbrüche. Auch die Christophorus-Kliniken in Coesfeld, Dülmen und Nottuln haben derzeit gut mit Glätte-Patienten zu tun. Die Ärzte befürchten, dass sich das durch neue Regen- und Schneeschauer und Blitzeis noch verschärfen könnte. Die Krankenhäuser im Kreis appellieren daran, bei dem Wetter besonders vorsichtig zu sein. Jeder vermiedene Sturz schont die Gesundheit und entlastet die Notaufnahmen. Und wer mit dem Fahrrad unbedingt bei dem Wetter unterwegs sein muss, der sollte an den Fahrrad-Helm denken, um bei einem Sturz schlimmeres zu verhindern.