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KREIS: Härtere Strafen bei Kindesmissbrauch
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KREIS: Härtere Strafen bei Kindesmissbrauch

NRW-Innenausschuss spricht über den großen Missbrauchsfall von Münster


Veröffentlicht: Mittwoch, 17.06.2020 04:53

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Ein Jahr ist zwischen einem ersten Hinweis auf den großen Kindesmissbrauchsfall in Münster und der Festnahme des Hauptschuldigen vergangen. Warum das so lange gedauert hat, soll heute Innenminister Herbert Reul im NRW-Innenausschuss erklären. Außerdem beraten ab heute die Innenminister der Länder über höhere Strafen für Missbrauch und Kinderpornographie. Der Täter habe im Vorfeld der Tat genügend Zeit, sich über die Strafen Gedanken zu machen. Denn es handelte sich um eine planvolle Tat und nicht im Affekt. Sagt die Gewerkschaft der Polizei im Kreis Coesfeld. Deshalb könnten härte Strafen dazu führen, dass die Anzahl der Straftaten zurückgeht. Mit schärferen Strafen allein ließe sich das Problem aber nicht in den Griff bekommen. So sieht das der Kinderschutzbund im Kreis Coesfeld. Vorbeugeprogramme sollten an Kitas und Schulen Pflicht sein. Nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Erzieher und Lehrer. Auch Eltern müssten mit Auflärungsworkshops mit ins Boot genommen werden. Seit dem der große Missbrauchsfall in Münster bekannt ist, diskutiert die Politik, was nötig ist, um Opfer besser zu schützen und Täter schneller zu ergreifen. In Münster soll der Hauptverdächtige Kinder in einer mittlerweile abgerissenen Hütte in einem Kleingartenverein in Kinderhaus missbraucht und gefilmt haben. Der Mann war als IT-Experte für die Steuerung einer großen Biogasanlage im Kreis Coesfeld zuständig.


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