
Gerade in der Pandemie sind die sozialen Netzwerke ein Weg, Menschen zu erreichen. Das Problem: Dort finden sich immer wieder Hasskommentare und Beleidigungen. Wir haben die Parteien im Kreis Coesfeld gefragt, wie sie damit umgehen. Die SPD zum Beispiel macht es so: Gehen Kommentare zu weit, gibt es zuerst einen freundlichen Hinweis, einen sachlicheren Ton einzuschlagen. Funktioniert das nicht, blockiert die Partei den Nutzer. So macht es auch die CDU. Der Sprecher der AfD im Kreis sagt: Ist ein Kommentar besonders heftig, löscht das Online-Team diesen und schließt den Verfasser aus. Mit jedem Einzelnen zu diskutieren sei wegen der Menge der Reaktionen oft nicht zu schaffen. Auch die Kreis-FDP fackelt nicht lange. Die Verwalter ihrer Seiten löschen Beleidigungen. Auch die Grünen haben die Erfahrung gemacht, lange diskutieren bringt nichts - insbesondere bei faschistisch motivierten Beiträgen. Die Linken im Kreis bekommen kaum Hasskommentare. Das liegt ihrer Meinung nach aber auch daran, dass es nur wenige Beiträge auf der Facebookseite des Kreisverbandes gibt. Die Bundestagswahl findet am 26. September statt.