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KREIS: Hendrik Wüst Favorit als neuer Ministerpräsident
Foto: Anja Tiwisina
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KREIS: Hendrik Wüst Favorit als neuer Ministerpräsident

Aus Regierungskreisen ist durchgesickert, dass der noch amtierende Ministerpräsident Armin Laschet Verkehrsminister Hendrik Wüst heute Abend als seinen Nachfolger vorschlagen will.

Veröffentlicht: Dienstag, 05.10.2021 13:28

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Hendrik Wüst kommt aus Rhede im Nachbarkreis Borken. Sollte er ins Amt kommen, erwartet Radio Kiepenkerl Politikwissenschaftler Klaus Schubert von der Uni Münster keinen Münsterland-Bonus. Dazu würden Politiker heute zu stark kontrolliert. Es könne sich niemand erlauben Regionen einseitig zu bevorzugen. Für den Politikwissenschaftler ist es wenig überraschend, dass die Wahl wohl auf ihn fallen soll. Hendrik Wüst hat das zwingend notwendige Landtagsmandat. Das fehlt Heimatministerin Ina Scharrenbach, die ebenfalls als mögliche Kandidatin im Gespräch gewesen ist.

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Der neue Ministerpräsident muss vom Düsseldorfer Landtag gewählt werden. Über die neue Parteispitze wird am 23. Oktober ein Landesparteitag in Bielefeld entscheiden. Die Neuregelung wird nötig, weil Laschet vor der Bundestagswahl erklärt hatte, er gehe «ohne Rückfahrkarte» nach Berlin - auch, wenn er nicht Kanzler werde. Bei der Bundestags-wahl hatte die CDU, auch im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW, deutliche Verluste hinnehmen müssen. Wüst hatte in den vergangenen Wochen immer breitere Unter-stützung aus der Partei bekommen - jüngst sogar von dem einflussreichen Bundesvorsitzenden der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Die nächste reguläre Landtagswahl steht in NRW am 15. Mai 2022 an. Es ist zu erwarten, dass der 46-jährige jetzt mit einem Amtsbonus für die Spitzen-kandidatur aufgebaut werden soll.


Auch vom FDP-Koalitionspartner ist kein Widerstand gegen den wirtschaftsliberalen Wüst zu erwarten. Wie aus FDP-Kreisen verlautete, werden Laschet und Wüst an diesem Mittwoch noch vor dem Landtagsplenum in einer Sonderfraktionssitzung der Liberalen zu Gast sein. CDU und FDP haben im Landtag eine hauchdünne Regierungsmehrheit von nur einer Stimme, die sie nun seit über vier Jahre getragen hat.


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