
Das passiert auf der Frankfurter Buchmesse. Egal, welches Wort gewinnt, Diskussionen gibt es immer. Und genau damit erfüllt der Wettbewerb seinen Zweck, sagt Sprachwissenschaftler Nils Bahlo von der Uni Münster. "Über nichts lässt sich so wunderbar streiten wie über Sprache", sagt er. Egal, ob auf der Straße oder zuhause. Zwar sei so eine Wahl aus wissenschaftlicher Sicht nicht aussagekräftig. Sie könne aber dazu beitragen darüber zu diskutieren, was Jugendliche bewegt.
Ein Favorit sei in diesem Jahr der aus dem arabischen abgeleitete Begriff "Talahon". Er steht für junge Männer, die mit Designerklamotten auffallen und durch Boxgesten provozieren wollen. Zu den Top 3 gehört außerdem "Aura" als Wert für eine bestimmte Ausstrahlung. Und schließlich ist da noch das "Schere"-Emoji. Das verwenden Jugendliche unter anderem, um für etwas die Schuld auf sich zu nehmen.