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KREIS: Honorarkürzung für Psychotherapeuten
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KREIS: Honorarkürzung für Psychotherapeuten

In Zeiten, in denen immer mehr Menschen an psychischen Problemen leiden ein falsches Signal - das sagt Psychotherapeut Florian Gernemann aus Coesfeld. Psychotherapeuten bekommen ab heute 4,5 Prozent weniger Honorar.

Veröffentlicht: Mittwoch, 01.04.2026 04:40

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Florian Gernemann, Psychotherapeut aus Coesfeld sieht die Honorarkürzung der Krankenkassen kritisch. Wartezeiten für Patienten würden sich nochmal verlängern. Und einige Kollegen würden auch darüber nachdenken, vermehrt Selbstzahler und Privatpatienten aufzunehmen, um die Gehaltseinbußen bei gleichzeitig gestiegenen Kosten etwas auszugleichen. Die Versorgung gesetzlich Versicherter würde sich verschlechtern und ihre Situation verschärfen. Besonders besorgniserregend sei die Honorarkürzung für die Kinder- und Jugendtherapie. Psychische Belastungen in der Altersgruppe nehmen zuletzt zu. Honorarkürzungen wie die seit heute geltende könnten die Chance auf schnelle Hilfe verringern. Er hofft deswegen nochmal auf ein Umdenken. Die Krankenkassen argumentieren, die Honorare für Psychotherapeuten seien in den vorangegangenen Jahren über Verhältnis stark gestiegen, verglichen mit anderen Arztgruppen.

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