
KREIS: Immer mehr stressbedingt krank
So viele Menschen wie noch nie melden sich stressbedingt krank. Psychotherapeutin Diana Stuckenbrock aus Ascheberg überrascht dieses Fazit der Kaufmännischen Krankenkasse wenig. Bei den Gesprächen in ihrer Praxis stellt sie fest, dass die Menschen überfordert sind, ständig erreichbar zu sein. Und das zunehmend über mehrere Kanäle gleichzeitig - per Mail, Teams oder WhatsApp. Hinzu kommt noch der Faktor Smartwatch.
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Ein weiterer Faktor sei das häufig klare Vorgaben der Arbeitgeber fehlen, sagt die Psychotherapeutin. Beispielsweise welche Aufgaben bei Engpässen wirklich Priorität hätten und welche weggelassen werden dürften. Und nicht Chef oder Chefin organisieren bei einem Ausfall die Vertretung, oftmals regelten das die Mitarbeiter selbst abends per WhatsApp-Gruppe. Klare Vorgaben der Arbeitgeber könnten in solchen Fällen Druck rausnehmen. Um Stress abzubauen, sollten wir eine klare Grenze zwischen Arbeitszeit und Freizeit ziehen. Jeder selbst sollte darauf achten Arbeitszeiten nicht unendlich auszudehnen und nicht weiter vor Bildschirmen und am Handy rumhängen, sondern sich stattdessen Zeit für Freunde, Familie und Sport nehmen.