
Einer aktuellen EU-Studie nach gäbe es in vielen Ländern seit 2019 eher einen Impfrückgang. Markus Dura aus Dülmen ist der Kinderarztsprecher im Kreis und sagt: die Impfungen, die für Babies und Kleinkinder empfohlen werden, nehmen die meisten Familien zum Glück wahr. Je älter die Kinder werden, desto größer würden aber leider auch die Lücken. Nur etwa die Hälfte der Eltern lässt ihre Kinder zwischen 9 und 14 Jahren beispielsweise gegen Viren impfen, die später Krebs verursachen können, sagt der Kinderarztsprecher im Kreis. Das allgemeine Vorsorgeheft endet zurzeit noch im Alter von fünf Jahren, es sollte daher eine weitere Vorsorgeuntersuchung bis neun Jahren darin angeraten sein. Ärzte könnten so Eltern aktiver beraten, sich dann hoffentlich auch für die Impfung gegen krebsverursachende Viren zu entscheiden und auch bei älteren Kindern noch an Schutzimpfungen zu denken. Denn auch Auffrischungsimpfungen gegen beispielsweise Tetanus, Keuchhusten oder Kinderlähmung würden viel zu wenig in Anspruch genommen.