
Um zu verhindern, dass Infizierte viele weitere anstecken, ist es wichtig schnell zu reagieren. Radio Kiepenkerl-Hörer und Vater Ulrich aus Dülmen ärgert sich deshalb, dass Schüler und Eltern erst informiert werden, wenn ein positives Testergebnis vorliegt. Sie sollten auch über einen Verdacht Bescheid wissen. Dann könnten Sie beispielsweise vorsichtshalber Kontakte weiter einschränken und auf Besuche in Altenheimen oder Krankenhäusern verzichten.
Das hält er gerade deshalb für sinnvoll, weil Testergebnisse bei den überlasteten Laboren im Moment schon mal mehrere Tage auf sich warten lassen. Das Problem: Verdachtsfälle sind dem Gesundheitsamt in der Regeln nicht bekannt. Die Mitarbeiter bekommen nur die positiven Testergebnisse gemeldet. Sie informieren dann den Infizierten über Quarantänemassnahmen und ermitteln, mit wem er Kontakt hatte. Sind Schulen oder Kindergärten betroffen, setzt sich das Kreisgesundheitsamt auch mit ihnen in Verbindung. Aber grundsätzlich ist der Gedanke von Ulrich Infektionsketten so früh wie möglich zu unterbrechen natürlich richtig. Das Kreisgesundheitsamt erinnert deshalb grundsätzlich an die Regeln: Schüler, Lehrer oder Erzieher mit möglichen Symptomen sollten vorsichtshalber zuhause bleiben und mit ihrem Hausarzt abklären, ob ein Coronatest nötig ist.