
Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock zum Beispiel sagt: Der Bund habe angesichts des Klimawandels zu wenig Vorsorge getroffen. Die Menschen seien nicht ausreichend gewarnt worden, sagen Kritiker aus den Reihen der FDP. Aus dem Kreis Coesfeld waren unter anderem Helfer des Deutsche Roten Kreuzes in den Hochwasserregionen im Einsatz. Sie haben hautnah erfahren, was sich verbessern muss, sagt der Kreis DRK-Chef Christoph Schlütermann. Die Digitalisierung sei noch ausbaufähig, Menschen müssten Kontaktnachverfolgungszettel noch mit der Hand ausfüllen. Das sei zu optimieren. Kreisbrandmeister Christoph Nolte wünscht sich vom Bund eine zentrale digitale Kommunikationsplattform, über die Ministerien und Einsatzkräfte im Ernstfall schnell und unkompliziert Absprachen treffen können, zum Beispiel zum Einsatz von Bundeswehrsoldaten.
Die Menschen im Kreis Coesfeld haben Hochwassererfahrung, beispielsweise standen vor fünf Jahren Bereiche in Coesfeld und Umgebung unter Wasser. Hochwasser bleibt eine ständige Gefahrenquelle, sagen Experten des Kreises. Doch sie gehen davon aus, dass es sich im flachen Münsterland nicht so katastrophal auswirkt. Dennoch will der Kreis jetzt sein Hochwasser-Risikomanagement neu bewerten. Karten und Pläne informieren darüber, wo es ein Überschwemmungsrisiko gibt. Städte und Gemeinden im Kreis bringen seit einigen Jahren ihren Hochwasser-Schutz auf Vordermann. Unter anderem fließen Flüsse fließen wieder in ihren natürlichen Betten mit breiten Uferstreifen. In neuen Baugebieten sind Versicherungsflächen gleich mit eingeplant.