
Die beiden Krankenstationen im Tierheim in Senden sind proppevoll. Die Betreiber von den Tierfreunden Lüdinghausen und Umgebung haben gut 60 Katzenbabys aufgenommen, viel mehr als noch ein Jahr zuvor. Dabei gibt es seit zwei Jahren eine Kastrationspflicht für freilaufende Katzen im Kreis. Sandra Kassenböhmer vom Tierheim in Lette erklärt sich das so: "Anscheinend hat es sich noch nicht ganz so herumgesprochen. Aber deshalb ist es uns ja auch wichtig zu wissen, wo die Tiere gefunden worden sind. Weil so kann man dann auch aktiv nach dem Muttertier suchen. So, dass zumindest kein zweiter Wurf mehr folgt, wir die Chance haben, das Tier und den Partner festzusetzen, aufzunehmen und zu kastrieren." Ein weiterer Grund könnte sein, dass sich viele Menschen in der Pandemie-Phase Tiere angeschafft haben und jetzt die Lust daran verlieren oder überfordert sind. Spaziergänger finden zum Beispiel ausgesetzte Katzenbaby oder junge trächtige Katzenmütter.