
Homeoffice und Videokonferenzen führen zu weniger Verkehr auf den Straßen und Autobahnen im Kreis, in die Nachbarstadt Münster und ins Ruhrgebiet. Die Corona-Krise verändert die Mobilität. Dennoch, ohne Auto geht es nicht und die Autoindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftszweig. Eine mögliche Kaufprämie soll die Branche wieder anschieben. Darüber berät die Bundesregierung heute bei einem Autogipfel. Eine Kaufprämie sieht der Verkehrsexperte Joachim Brendel von der Industrie und Handelskammer allerdings skeptisch. Es gelte abzuwägen, ob es jetzt einen kurzfristigen Kaufanreiz geben sollte, um die Autobranche und Arbeitsplätze zu retten, oder einen langfristigen Plan. Die Automobilbranche habe im vergangenen Jahr gut verdient, sagt Klima-Experte und Energiewissenschaftler Andreas Löschel von der Uni Münster. Geld-Hilfen müssten in andere Branchen fließen. Den jetzt zeige sich, welche Fahrten vermeidbar sind. Wichtig sei es, die IT-Mobilität zu verbessern. Das habe das Homeoffice gezeigt. Zudem fordere die Zeit nach der Corona-Krise Verkehrsgesellschaften von Bus und Bahn heraus. Es gelte hier mehr auf Elektromobilität zu setzen und mehr Ladestationen aufzubauen.