
Bisher haben beispielsweise Maurer, Kranführer und Betonarbeiter für ihre Anfahrt kein Geld bekommen. Obwohl sie ja täglich auf der Straße unterwegs sind. Die Bauarbeiter investieren Monat für Monat Zeit und Nerven um zu den Baustellen zu kommen. Das die Kilometer jetzt dabei eine Rolle spielen, sei ein wichtiger Schritt nach vorne, sagt die IG BAU für den Kreis Coesfeld. Unter anderem um die Arbeit auf dem Bau vom Lohn her attraktiver zu machen. Immerhin sind die Kilometer, die die Bauarbeiter auf ihrem Weg zur Baustelle zurücklegen enorm. Die Gewerkschaft hat die Fahrstrecken durch ein Institut in Hannover untersuchen lassen. Die Studie zeigt: Knapp über 1.800 Bauarbeiter im Kreis Coesfeld sind an 200 Arbeitstagen unterwegs um zu den Gebäuden, Straßen und Brücken zu fahren. Alle Kilometer zusammengezählt zeigt: Die Bauarbeiter aus dem Kreis Coesfeld fahren gemeinsam, in einem Jahr, über 900 Mal um die Erde. Für die Strecken zwischen dem Betrieb und der Baustelle bekommen Bauarbeiter, jetzt, je nach Kilometern, zwischen 6 bis 8 Euros pro Tag. Bauarbeiter die dafür das private Auto nutzen, bekommen weiterhin zusätzlich Kilometergeld.