
Heute schaut der zuständige Kreisausschuss wie groß der Bedarf ist und wo noch Plätze fehlen. 85 Prozent der angemeldeten Kinder haben bereits einen Platz in der Wunschkita erhalten. Für die restlichen 15 Prozent besteht noch die Möglichkeit, in einer anderen Kita unterzukommen. Doch klar ist, dass es nicht überall genug Betreuungsplätze gibt. Städte und Gemeinden mit einem Engpass suchen derzeit nach Möglichkeiten. Dennoch ist auch klar, dass gestiegene Kosten und ein Fachkräftemangel Pläne für neue Kitas ausbremsen. Einige Beispiele: Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen ist in Billerbeck wiederholt im Bereich des Kreisjugendamtes am höchsten. Heißt, ohne Überbelegung in bestehenden Kitas geht es nicht. Die Gemeinde Nordkirchen jongliert gerade mit ihren Plätzen. In Südkirchen ist ja ein Neubau an der Oberstraße geplant. Dieser steht allerdings voraussichtlich erst im kommenden Jahr. Kinder in Südkirchen ohne Kita-Platz müssen in Kitas nach Nordkirchen. So sieht es auch in Capelle aus. Ähnliche Situation in der Gemeinde Nottuln: In Appelhülsen und Darup kommen nicht alle angemeldeten Kinder unter. Sie müssen in Kitas in Nottuln und Schapdetten ausweichen. Ohne Sorge ist dagegen Havixbeck: Zu Beginn des Jahres sind die DRK-Kita Naturreich und die Kita der Johanniter Unfallhilfe in den Neubau an der Münsterstraße umgezogen. Die Kita Flothfeld wurde um eine Gruppe erweitert und parallel laufen gerade Planungen, eine weitere Kita in der Nähe der Sportplätze zu errichten. Der Kindergartenbedarfsplan ist die Grundlage für den Kreis, Geld vom Land für die Kindergartenplätze zu bekommen.