
KREIS: Kirchen-Wahlen mit weniger Bewerbern
Katholiken bestimmen dieses Wochenende neue Pfarreiräte und Kirchenvorstände im Bistum Münster. Im Kreis Coesfeld können rund 150.000 Menschen mitwählen. Das Problem: Für beide Gremien gibt es immer weniger Bewerber.
Veröffentlicht: Samstag, 06.11.2021 06:21
Akzeptanz für die Kirche sinkt
Johannes Arntz von der St.-Lamberti-Gemeinde in Coesfeld sagt: "Die Misere ist sicher darin gebegründet, dass die Kirche insgesamt zu wenig Akzeptanz in der Gesellschaft genießt." Die Skandale der jüngeren Vergangenheit hätten ihren Teil dazu beigetragen. Arntz meint: "Eine Reform wäre nötig, damit sich mehr Menschen ehrenamtlich engagieren." Katholiken können heute oder morgen per Briefwahl oder direkt an der Urne abstimmen.
Kirchenvorstand: Vermögen und Gebäude im Blick
Der Kirchenvorstand verwaltet unter anderem das Kirchenvermögen. Das ist aber nicht alles, sagt Johannes Arntz. "Der Kirchenvorstand ist zuständige für alle Gebäude, Grundstücke und Einrichtungen der Gemeinde." Kindergärten fallen zum Beispiel darunter. Auch alle Fragen von Bauen und Finanzierung und alle verwaltungstechnischen Vorgänge einer Kirchengemeinde sind Sache des Kirchenvorstands.
Pfarreirat: Entwicklungen, Schwerpunkte, Neuerungen
Stefan Schürmeyer ist im Pfarreirat der katholischen Kirchengemeinde St. Lambertus Ascheberg, Davensberg, Herbern. "Gemeinsam mit dem Seelsorgeteam und weiteren Mitgliedern überlegen wir, wie die Entwicklung bei uns der Gemeinde weitergehen soll." Der Pfarreirat überlegt sich, welche Schwerpunkte in der Gemeinde gesetzt werden sollen und welche Neuerungen denkbar sind.