
Auf Patienten könnten teilweise weitere Wege zukommen. Experten und Politiker sprechen heute und morgen bei einem Kongress in der Nachbarstadt Münster darüber. Unter anderem sind die Geschäftsführer der Christophorus Kliniken mit ihren Standorten in Dülmen, Coesfeld und Nottuln dabei. Das sieht der neue Krankenhausplan vor: In jeder Region soll weiter eine Notfall- und Grundversorgung sichergestellt sein. Für spezialisierte Leistungen will das Land die Kriterien in Bezug auf Mitarbeiteranzahl, Geräte und Fallzahlen erhöhen. Auch soll künftig nicht mehr die Bettenanzahl, sondern die Anzahl bestimmter Behandlungen ausschlaggebend sein. Das dürfte dazu führen, dass weniger Kliniken spezielle Operationen und Therapien durchführen dürfen. Der Geschäftsführer der Christophorus Kliniken, Mark Lönnies, hält das in Ballungsgebieten mit einer hohen Klinikdichte für sinnvoll. In ländlichen Gebieten wie dem Kreis Coesfeld und dem Münsterland sei es dagegen nötig genau hinzuschauen, damit die Wege für Patienten nicht zu lang werden. Wichtig sei ein für die gesamte Region abgestimmtes Konzept. Für die Christophorus Kliniken bleibt er relativ gelassen. Die einzelnen Standorte haben schon seit etlichen Jahren Schwerpunkte und spezialisierte Zentren. Das Land bereitet gerade ein Verfahren vor, indem es darum geht die neuen Vorgaben in den Regionen umzusetzen.