
Nach der erschütternden Studie über Missbrauch im Bistum Münster will Bischof Felix Genn stellt heute Vormittag über künftige Maßnahmen und Konsequenzen im Kirchensystem informieren. Forscher der Uni Münster gehen von 5000 Missbrauchsfällen seit den 50er Jahren aus. In jedem Dekanat habe es Fälle gegeben, damit auch im Kreisdekanat Coesfeld. Es habe sich mittlerweile viel getan, um Kinder und Jugendliche zu schützen, sagt Kreisdechant Johannes Arntz. Unter anderem würde jeder in der Arbeit mit Kindern regelmäßig geschult. Was sich nuch verbessern müsse: Die Zuwendung zu Betroffenen und jeder, der sich an Kindern vergeht und distanzlos ist, hat keine Zukunft mit seiner Arbeit in der Kirche. Wichtig sei es, dass jeder Verantwortung für sein Handeln übernimmt. Eine Lösung wäre es, Ämter in der Kirche nicht mehr lebenslang zu vergeben, sondern befristet. Heute Vormittag treffen sich die Seelsorge-Teams der Stadt, um über künftige Ziele zu sprechen.