
Im Streit um Polizeikosten bei Hochrisiko-Fußballspielen hat das Bundesverfassungsgericht ein Urteil verkündet. Die Bundesländer dürfen ihre Mehrkosten, zum Beispiel um Krawallen vorzubeugen, dem Profifußball in Rechnung stellen. Wirtschaftswissenschaftler Aloys Prinz von der Uni Münster findet es richtig, nicht mehr alle Steuerzahler bei solchen Hochrisikospielen bezahlen zu lassen. Möglicherweise bringe das Urteil die Proficlubs dazu, endlich mit ihren Fangruppen in intensive Gespräch zu kommen. Außerdem gibt es einige Menschen, die gerne die Spiele besuchen würden, aber Angst haben, ungewollt in Auseinandersetzungen verwickelt zu werden. Es spreche ökonomisch, politisch und rechtlich eine ganze Menge dafür, die zusätzlichen Kosten den Vereinen in Rechnung zu stellen. Mit dem Urteil ist der zehn Jahre dauernde Streit um die Gebühren beendet. Die Deutsche Fußball Liga hatte argumentiert, die Allgemeinheit müsse die Polizeieinsätze bezahlen. Die Richter sagen, die Kosten sind auf denjenigen zu verlagern, der sie verursacht hat und bei dem die Gewinne anfallen.