
KREIS: Kritik an Lehrerabordnungen
Unsicherheit, Unmut, Stress bei Kindern, Eltern und Lehrern sowie ein Mitarbeiterchaos an Grundschulen - Lehrergewerkschaften und Lehrerverbände im Kreis Coesfeld kritisieren jetzt angekündigte Lehrerabordnungen um den Lehrermangel im Ruhrgebiet abzufedern.
Veröffentlicht: Donnerstag, 06.06.2024 15:19
130 Grundschullehrer aus dem Kreis Coesfeld und dem Münsterland werden abgeordnet. Einige nach Gelsenkirchen und Bottrop - andere in die Kreise Coesfeld und Borken. Dieses Hin- und Hergeschiebe löse das Problem fehlender Lehrer nur halbherzig, kritisiert die Lehrergewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im Kreis. Es könne nur ein allerletztes Mittel sein, sagt der Lehrerverband Bildung und Erziehung im Kreis. Wichtiger sei es, den Lehrerberuf wieder attraktiver zu machen und nicht durch angeordnete Abordnungen unattraktiver, sagt der VBE und auch die GEW. Hier müsse die Landespolitik ansetzen und das Problem damit direkt an der Wurzel fassen und so lieber für mehr neue Lehrer sorgen. Gleichzeitig müssten auch Abordnungen attraktiver werden, damit mehr Lehrer sich freiwillig abordnen ließen, ergänzt der VBE. Innerhalb des Münsterlandes sollen im kommenden Schuljahr voraussichtlich über 100 Lehrer von gut ausgestatteten Gymnasien nachrücken und Lücken an Grundschulen füllen.