
Der heimische Landwirtschaftsverband kritisiert: Große Schlachtunternehmen zahlen zu wenig für die Tiere. Die Landwirte müssten ausbaden, dass die Unternehmen durch das Ende der Werkverträge höhere Lohnkosten haben. Das sei unfai und verschlimmere die sowieso schon schwierige Situation vieler Schweinehalter. Alle müssten sich an den höheren Kosten beteiligen. Das bedeute auch höhere Preise in den Supermärkten und bei den Kunden die Bereitschaft etwas mehr für Lebensmittel zu bezahlen. Wir haben das Unternehmen Westfleisch mit der Kritik konfrontiert. Es sagt, dass der Schweinepreis in den vergangenen Wochen in Deutschland um über 10 Prozent gestiegen ist. Generell sei die Vermarktung von Schweinefleisch aktuell sehr schwierig. Die normalerweise absatzstarke und Nachfrage belebende Grillsaison fiel bisher wetter- und coronabedingt fast komplett aus. Gleichzeitig dränge in hohem Maße Importware in den deutschen Markt. In der Konsequenz ließe sich auf Handelsseite eine eher verhaltene Nachfrage mit wenig Bereitschaft zum Mittragen einer Preisanpassung beobachten. Höhere Einkaufspreise für Schlachtschweine seien daher aktuell nicht umsetzbar.