
Die heimische Industrie- und Handelskammer kritisiert die Überlegungen jetzt. Einmal sei der bürokratische Aufwand, für Unternehmen und Städte und Gemeinden, viel zu groß. Die Politik laufe Gefahr an Glaubwürdigkeit zu verlieren, wenn auf Landes- und Bundesebene parteiübergreifend Bürokratieabbau versprochen werde, dieser durch eine solche Verpackungssteuer dann aber steige. Auch bestehe die Gefahr eines Flickenteppichs durch unterschiedliche Regelungen von Ort zu Ort, was zu Wettbewerbsverzerrungen führe. Hinzu käme: eine wissenschaftliche Untersuchung der Universität Tübingen war zu dem Ergebnis gekommen, dass eine solche Verpackungssteuer Abfallmengen nicht messbar reduziert. Die Gemeinde Nottuln hatte zuletzt entschieden, erstmal auf EU-Regeln warten zu wollen In Dülmen beschäftigt sich der zuständige Ausschuss kommenden Dienstag mit einer möglichen Einwegverpackungssteuer.