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KREIS: Kritik an Vorschlägen gegen Lehrermangel
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KREIS: Kritik an Vorschlägen gegen Lehrermangel

Eltern, Lehrer, Schüler im Kreis Coesfeld kennen es - in Deutschland herrscht Lehrermangel. Um das in den Griff zu bekommen hat eine Expertenrunde der Schulministerkonferenz jetzt Vorschläge gegen den Lehrermangel vorgelegt. Lehrerverbände kritisieren die Vorschläge.

Veröffentlicht: Samstag, 28.01.2023 06:32

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Eine Idee: Mehr Lehrer sollten an Schulen versetzt werden, die einen Lehrermangel haben. Eine weitere: Weil vor allem an Grund- und Hauptschulen Lehrer fehlen, sollen Gymnasiallehrer umgeschult werden. Das kann funktionieren, findet die Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung im Kreis Coesfeld. Allerdings sei es wichtig zu bedenken, dass Grund- und Hauptschullehrer ganz anders ausgebildet sind als Gymnasiallehrer - denn an Grund- und Hauptschulen gebe es nochmal ganz andere, spezifische Herausforderungen. Damit die Maßnahme gelingt, sei es also es wichtig, Gymnasiallehrer auf die Arbeit an Grund- oder Hauptschulen vorzubereiten, sagt der VBE. Ein weiterer Vorschlag der Expertenrunde: Lehrer in Teilzeit sollten mehr Stunden übernehmen. Der VBE befürchtet, dass Lehrer, die in die Vollzeit gezwungen würden, häufiger krank ausfallen. Denn: viele arbeiten in Teilzeit um Familie oder Pflege und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Die Doppelbelastung könnte häufiger krank machen, fürchtet der VBE. Wichtig sei es hier also auf Freiwilligkeit zu setzen und Wünsche zu ermöglichen. Für die Lehrergewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im Kreis Coesfeld gehen die Vorschläge auch in eine falsche Richtung. Wichtiger sei es langfristig die Studienbedingungen zu verbessern und den Lehrerberuf mit mehr Geld attraktiver zu machen, sagt die GEW.

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