
KREIS: Lehrergewerkschaft gegen Lernstandserfassung
Die Pandemie hat Lehrern, Schülern und Eltern im Kreis Coesfeld in den vergangenen zwei Jahren ordentlich zugesetzt. Die Schulminister der Länder beraten heute und morgen unter anderem über die Auswirkungen. Der Deutsche Lehrerverband fordert den Lernstand in den Schulen bundesweit zu erfassen. Völlig unsinnig, sagt Simone Flissikowski von der Lehrergewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im Kreis.
Veröffentlicht: Donnerstag, 23.06.2022 17:01
Lehrer haben schon mit den Folgen der Pandemie genug zu tun. Die Lernstandserhebung würde nur einen unnötigen zusätzlichen Aufwand bedeuten. Das sei kontraproduktiv. Stattdessen: lieber Lehrpläne verschlanken. Und: es müssen dringend mehr Lehrer her, um die Lernrückstände auffangen zu können. Die Schulminister der Länder beraten auch darüber, wie sie den Lehrermangel bekämpfen können. Möglich wäre beispielsweise mehr Studienplätze zu schaffen. Ein richtiger Schritt, findet die Lehrergewerkschaft. Kurzfristig müsste der Lehrerjob aber auch wieder attraktiver werden - beispielsweise durch einen besseren Lohn.