
Heute Nachmittag trifft sich dazu der Hausärzteverband für den Kreis Coesfeld und das Münsterland. Eine Sorge ist, dass Praxen überfordert sind, wenn Erkältungs-, Grippe- und Corona-Patienten auf einmal kommen. Viele Hausärzte wünschen sich, dass sie Patienten mit Grippesymptomen nach einem Gespräch per Videoschalte oder über das Telefon krank schreiben können. Das könnte einen Andrang in den Praxen verhindern, sagt Sascha Schönhauser aus Nottuln, der Vorsitzende des Hausärzteverbandes. Zu Beginn der Corona-Krise war das schon möglich und habe gut funktioniert. Für Hausarzt Klaus Wessling aus Coesfeld ist entscheidend, dass sich möglichst viele Menschen gegen Grippe impfen lassen. Ließe sich eine große Grippe-Welle verhindern, hätten die Hausärzte zum Beispiel mehr Zeit für Corona-Tests. Um die Patienten besser zu verteilen, hält die Kassenärztliche Vereinigung außerdem Samstagssprechstunden für sinnvoll. Hausärztin Ute Bartholomäus aus Senden beispielsweise könnte sich vorstellen, sowas anzubieten. Bund und Länder wollen die Teststrategie erweitern. Der Plan ist: Zusätzlich zu den bisherigen Labortests vermehrt Schnelltests einzusetzen. Das soll Ärzte und Labore zusätzlich entlasten.