
KREIS: Medikamenten-Engpass
Der Medikamenten-Engpass macht den Ärzten, Apotheken und den Patienten im Kreis Coesfeld das Leben schwer. Der Engpass zieht sich mittlerweile durch alle Wirkstoffgruppen. Heute berät der Bundestag über ein Gesetzesentwurf um Lieferengpässe zu bekämpfen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 24.05.2023 04:06
Unter anderem soll es ein neues Bundesinstitut mit ein Frühwarnsystem für drohende Lieferengpässe geben. Der Coesfelder Stephan Barrmeyer, der Apothekersprecher im Kreis wundert sich. Bei einem Engpass helfe auch kein Frühwarnsystem. Das große Problem seien die ausgehandelten Rabattverträge. Die Firmen würden in diesen Verträgen immer nur eine gewisse Menge an Medikamenten mit einschließen - ist der Bedarf dann höher, produzieren sie nicht mehr. Diese Rabattverträge dürfte es daher nicht mehr geben. Ähnlich sieht es der Sprecher der Kinderärzte im Kreis, Dieter Göhler aus Havixbeck. Es sei wichtig Anreize für Unternehmen zu schaffen, damit diese Medikamente wieder in Deutschland produzierten.