Anzeige
KREIS: Mega-Streik-Montag
Teilen:

KREIS: Mega-Streik-Montag

Der großangelegte Verkehrsstreik am Montag (27.03.) wird nach Einschätzung der Gewerkschaften umfassend zu spüren sein. "Dieser Streiktag wird massive Wirkung haben", sagte Verdi-Chef Frank Werneke. Doch was bedeutet der Streik konkret? Wir versuchen für euch die wichtigsten Fragen zu beantworten.

Veröffentlicht: Sonntag, 26.03.2023 16:23

Anzeige

Zum Warnstreik aufgerufen sind die Beschäftigten an Flughäfen, in Häfen, bei den Autobahngesellschaften, im Regional- und Fernverkehr der Bahn und teilweise auch im Nahverkehr.

Anzeige

FaQ zum Mega-Streik-Montag in Deutschland

Anzeige

Wer streikt überhaupt?

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sowie Verdi bündeln ihre Kräfte im laufenden Tarifkonflikt und streiken gemeinsam.


Von wann bis wann geht der Streik?

Der ganztägige Streik beginnt beginnt in der Regel in der Nacht vom 26. auf den 27. März um 00.00 Uhr und endet um 24.00 Uhr.


Was ist alles vom Streik betroffen?

Bestreikt werden sollen der regionale und überregionale Bahnverkehr, der Luftverkehr, die Autobahnen, die Wasserstraßen und in vielen Bundesländern auch der ÖPNV in Form von Bus-, U-Bahn- und S-Bahnverkehr. Der Streik bei der Deutschen Bahn wirkt sich auch auf private Eisenbahnunternehmen aus. Weil auch die Mitarbeiter der Stellwerke und Zug-Werkstätten die Arbeit niederlegen, ist der Zugverkehr auf den Strecken Münster-Ascheberg-Dortmund und Reken-Coesfeld-Essen lahmgelegt. Busse sollen als Ersatz fahren. Auch Busse der Regionalverkehr Münsterland sind betroffen. Den Streikfahrplan gibt es in unser App und im Web - hier:

https://www.radiokiepenkerl.de/artikel/bus-und-bahn-reagieren-auf-streik-1605823.html


Wo findet der Streik statt?

Der Streik findet in ganz Deutschland statt. Einzelne Streiks sind allerdings regional begrenzt. So wird der ÖPNV "nur" in einzelnen Bundesländern bestreikt - bei uns in Nordrhein-Westfalen, außerdem in Hessen, Baden-Württemberg, Sachsen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Bayern.


Was ist mit dem Regional- und Fernverkehr?

Die Deutsche Bahn rechnet mit einem fast vollständigen Stillstand auf der Schiene. Laut Deutscher Bahn wird wohl im Regional- und Fernverkehr so gut wie kein Eisenbahnverkehr möglich sein. Die Bahn erklärte, dass wegen des Warnstreiks der Fernverkehr bundesweit eingestellt wird. "Selbstverständlich sind wir auch in solchen Situationen in sehr großem Umfang zur Kulanz bereit", so DB-Personalvorstand Marin Seiler. Allen Fahrgästen riet er dennoch: "Jeder der umdisponieren kann, sollte das auch entsprechend tun." Auch im Regionalverkehr werde "größtenteils kein Zug fahren", teilte der Konzern mit.

"Bereits am Sonntagabend sind laut Aussagen der Gewerkschaft erste Auswirkungen durch streikende Mitarbeitende möglich", hieß es. Der Warnstreik werde sich demnach auch am Dienstag noch auf den Bahnverkehr auswirken. Fahrgäste, die für Montag oder Dienstag eine Bahnreise gebucht haben, könnten das Ticket noch bis einschließlich zum 4. April flexibel nutzen, kündigte die Bahn an. Sitzplatzreservierungen könnten kostenlos storniert werden.


Wie kann man den Streik entgehen?

Das wird am Montag wohl kaum möglich sein, wenn man von A nach B möchte. Wer auf Reisen verzichten kann, sollte dies tun oder diese verschieben. So wird empfohlen bestmöglich am Sonntag so früh wie möglich ans Ziel zu kommen, da sich der Streik schon am Sonntag in den ersten Schichten auswirken kann. Wer am Montag im Homeoffice bleiben kann, sollte dies tun.


Was sind die Forderungen?

Mit den Aktionen erhöht Verdi den Druck für die am Montag beginnende dritte Verhandlungsrunde mit Bund und Kommunen. Gemeinsam mit dem Beamtenbund dbb fordert die Gewerkschaft für den öffentlichen Dienst 10,5 Prozent und mindestens 500 Euro mehr Lohn. Ende Februar begannen zudem die Verhandlungen der EVG mit der Bahn und rund 50 weiteren Eisenbahn-Unternehmen. Sie fordert mindestens 650 Euro mehr Lohn. Bei den höheren Entgelten strebt sie eine Steigerung um zwölf Prozent an bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten.


Gab es so einen Streik schon einmal?

Ja, der Nah- und Fernverkehr sowie Flughäfen in ganz Deutschland wurden schon vor mehr als 30 Jahren im Zuge eines mehrwöchigen Streiks gleichzeitig bestreikt. Bei diesem harten Arbeitskampf im öffentlichen Dienst im Frühjahr 1992 legten mehrere hunderttausend Beschäftigte zeitweise die Arbeit nieder. Dabei handelte es sich aber um einen regulären Arbeitskampf, nicht um Warnstreiks.


Alle Infos zu den aktuellen Streikauswirkungen hört ihr am Montagmorgen in der Radio Kiepenkerl Morgenshow ab 6 Uhr und den ganzen Tag in unserem laufenden Programm. Radio an!

Anzeige
Anzeige
Anzeige