
Der Trend geht seit einigen Jahren eindeutig zu größeren und teureren Geschenken, sagt Innenstadtexperte Ralf Schengber von der Fachhochschule Münster. Klassische Kleinigkeiten wie Mandarinen, Schokolade oder Nüsse bekommen zwar weiterhin ihren Platz, doch immer häufiger landen auch Spielsachen, Technik oder hochwertige Süßwaren im Nikolaus-Stiefel.
Für den Handel sind die Tage rund um den 6. Dezember deshalb zu einem wichtigen Umsatztreiber geworden. Viele Geschäfte verzeichnen bereits in der Woche vor Nikolaus eine deutlich höhere Nachfrage – besonders im Spielwaren-, Süßwaren- und Non-Food-Bereich.
Schengber erklärt, dass der Nikolaus inzwischen „ein kleines Vor-Weihnachten“ geworden sei. Familien greifen häufiger zu, und der Brauch hat sich zu einem festen Bestandteil des vorweihnachtlichen Einkaufsverhaltens entwickelt.
Für die Händler bedeutet das ein starkes, frühes Plus im Weihnachtsgeschäft – und für die Kinder: prall gefüllte Stiefel.