
KREIS: Mehr Gewalt an Schulen
Der Ton unter Schülern und gegenüber Lehrern wird rauer. In einer Radio Kiepenkerl Umfrage bestätigen Schulen aus dem Kreis Coesfeld die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Robert-Bosch-Stiftung. Demnach sind Gewalt und Beleidigungen ein wachsendes Problem.
Veröffentlicht: Mittwoch, 24.04.2024 12:24
Vor allem Beschimpfungen und Beleidigungen nehmen zu, sagt beispielsweise die Leiterin der Kardinal-von-Galen-Hauptschule in Dülmen. Bei schwierigen Klassen kommt jemand dazu, z.B. ein Sonderpädagoge und unterstützt die Lehrerin oder den Lehrer. Um so etwas ausbauen zu können, sollte das Land Schulen mehr Mitarbeiter zur Verfügung stellen. Auch an der Theodor-Heuss-Realschule in Coesfeld nehmen Beleidigungen und Beschimpfungen zu. Schulleiterin Astrid David versucht unter anderem mit Projektwochen und Thementagen gegenzusteuern. Am Richard von Weizsäcker Berufskolleg in Dülmen und Lüdinghausen gibt es seit eines Gewaltvorfalls unter Schülern vor einigen Jahren ein Handlungskonzept. Es sieht unter anderem vor das Krisenteam der Schule und die Polizei einzuschalten. Für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ist die zunehmende Aggressivität eine Folge der vielen Krisen in den vergangenen Jahren. Außerdem seien viele Kinder und Jugendliche durch soziale Medien überfordert. Lehrer benötigten mehr Zeit für die einzelnen Schüler und das funktioniere nur mit mehr Mitarbeitern und weniger Bürokratie.