
KREIS: Mehr Rotavirenfälle
Die Zahl der Rotavirenfälle im Kreis Coesfeld ist gestiegen. Nach aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts wurden vergangenes Jahr 86 Infektionen gemeldet, im Jahr davor waren es noch 63. Die Krankenkasse AOK rät Eltern ihre Babies gegen Rotaviren impfen zu lassen und auf Hygiene zu achten. Rotaviren können bei Babies und Kleinkindern schwere Magen-Darm-Erkrankungen auslösen. Die Ständige Impfkommission STIKO empfiehlt dafür eine Schluckimpfung.
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Rotavirenfälle im Kreis Coesfeld deutlich gestiegen
AOK empfiehlt Impfungen bei Säuglingen
Kreis Coesfeld, 11.09.2026
Die Zahl der Rotaviren-Fälle sind im Kreis Coesfeld angestiegen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin hervor. Die Zahl der nach dem Infektionsschutzgesetz gemeldeten Rotavirus-Infektionen lag in 2025 bei 86 gemeldeten Fällen, während in 2024 nur 63 Fälle gemeldet wurden. „Rotaviren sind eine der häufigsten Erreger für schwere Magen-Darm-Erkrankungen bei Kindern. Aufgrund der steigenden Zahlen raten wir allen Eltern, unbedingt die empfohlenen Impfungen bei Säuglingen vorzunehmen und auf bestimmte Hygieneregeln zu achten“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Michael Faust.
Häufiger schwerer Verlauf bei Kindern
Rotaviren verursachen Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen. Im Vergleich zu anderen Durchfall-Erkrankungen verläuft die durch Rotaviren verursachte Magen-Darm-Erkrankung bei Säuglingen und Kleinkindern häufig schwer. Ein Schutz gegen diesen Erreger entwickelt sich erst in den ersten Lebensjahren. Kinder reagieren besonders empfindlich auf den Flüssigkeits- und Salzverlust. Daher ist es wichtig, ihnen genügend Flüssigkeit zuzuführen. Wenn der Flüssigkeitsverlust nicht ausgeglichen werden kann, kann der Zustand lebensbedrohlich werden.
Impfung gegen Rotaviren empfohlen
Da es keine Medikamente gegen Rotaviren gibt, können nur die Beschwerden gelindert werden. „Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für Säuglinge eine Schluckimpfung gegen Rotaviren, die von den gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten bezahlt wird“, so Faust. Je nachdem welcher Impfstoff verwendet wird, sind zwei oder drei Impfstoffdosen im Mindestabstand von vier Wochen notwendig.
Rotaviren leicht übertragbar
Da Rotaviren hoch ansteckend und leicht übertragbar sind, können sich auch Erwachsene mit dem Virus infizieren. Die Übertragung erfolgt meistens über eine Schmierinfektion. Die Viren werden durch kleinste Stuhl-Reste an den Händen weitergegeben. Von der Hand gelangen die Erreger in den Mund und weiter in den Verdauungstrakt. Die Ansteckung erfolgt auch über verunreinigte Gegenstände wie Handgriffe, Toiletten, Armaturen oder auch über Lebensmittel, auf denen Erreger haften.
Hygieneregeln beachten
Neben Kleinkindern, die häufig die Hände oder Dinge in den Mund nehmen, sind aber auch Senioren und Menschen mit einem geschwächten Abwehrsystem gefährdet. „Umso wichtiger ist es, bestimmte Hygieneregeln zu beachten, die vor den Erregern schützen können“, so Faust. Dazu gehört es, sich die Hände immer wieder zwischendurch gründlich mit Seife zu waschen und ein wirksames Desinfektionsmittel zu verwenden. Das RKI empfiehlt Produkte in der Wirkkategorie ‚begrenzt viruzid PLUS‘ oder ‚viruzid‘. Weitere Informationen dazu gibt es auch in jeder Apotheke.
Mehr Informationen zum Thema Rotaviren und die wichtigen Impfungen bei Säuglingen und Kleinkindern gibt es HIER - in der Rubrik Leistungen & Services im Internet HIER.