
KREIS: Mehr rote Ackerflächen und weniger düngen?
Jeder im Kreis Coesfeld kennt ihn - den Güllegeruch in der Landluft. Mancher Orts im Kreis könnte es zukünftig weniger oft danach duften. Das Land NRW muss in Zukunft Gebiete in denen die Nitratbelastung durch Gülle besonders hoch ist, anders berechnen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 24.11.2022 14:32
Dadurch gibt es dann mehr sogenannte rote Flächen. Wahrscheinlich dreimal so viele. In diesen sogenannten roten Gebieten dürfen Landwirte nicht mehr so viel Gülle ausfahren. Eine schwierige Situation, sagt Michael Uckelmann aus Hiddingsel vom landwirtschaftlichen Kreisverband. Denn das bedeute für die Landwirte, dass sie Pflanzen nicht mehr ausreichend düngen können. Bisher durfte der Bedarf gedeckt werden - auf den neuen roten Flächen dürfen Pflanzen nur noch 20% unterhalb des Bedarf gedüngt werden. Das führe dann zwangsläufig zu Ertragseinbußen. Der Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland im Kreis Coesfeld findet die angedachte Maßnahme richtig. Sie alleine würde aber nicht ausreichen. Die Landwirte kämen teilweise gar nicht mehr drum herum ihre Felder intensiv mit Dünger zu bewirtschaften. Schuld sei unter anderem der steigende Fleischkonsum. Außerdem werden eigentlich landwirtschaftliche Flächen immer öfter umgenutzt. Hier entstehen immer mehr Wohnungen, Häuser und Co. Auch bei den beiden Punkten müsste nachgebessert werden.