
KREIS: Motorradfahrer protestieren gegen Fahrverbote
Im Kreis Coesfeld ärgern Sie sich teilweise über lauten Motorradlärm. Länder sollen deshalb künftig Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen erlassen können. Das hat der Bundesrat beschlossen. Dagegen protestieren heute Motorradfahrer aus dem Kreis Coesfeld.
Veröffentlicht: Samstag, 04.07.2020 05:11
Sie treffen sich am Vormittag auf dem Mitfahrerparkplatz an der Auffahrt zur A1 in Ascheberg. Von hier fahren sie weiter zu einer großen Kundgebung nach Düsseldorf.
Der Kreis Coesfeld ist ein beliebtes Ziel für Ausfahrten. Und Motorradfahrer Olaf Kaminski aus Nordkirchen versteht jeden, der seine Ruhe haben will. Er organisiert die Protestfahrt heute mit.
Seiner Meinung nach hat der Lärm aber insgesamt zugenommen. Auf der Straße beispielsweise sorgten auch getunte Autos oder schwere LKW für Lärm - nicht nur Motorräder. Es sei ungerecht Motorradfahrer allein verantwortlich zu machen.
"Jeder ist aufgerufen etwas gegen Lärm zu tun"
"Jeder von uns verursacht Lärm, der andere stört", sagt Kaminski. "Daher ist jeder aufgerufen das seine dafür zu tun um Lärm zu vermeiden." Seine Motorradfahrer-Kollegen und er werben also dafür gegenseitig Rücksicht zu nehmen anstatt ihrer Meinung nach einseitige Verbote auszusprechen.
An der Protestfahrt heute beteiligen sich rund 140 Motorradfahrer unter anderem aus Ascheberg, Nordkirchen, Lüdinghausen, Seppenrade und Dülmen.
In Düsseldorf bei der zentralen Kundgebung erwarten die Organisatoren rund 5000 Teilnehmer aus ganz NRW.