
Die aktuellen Regenmengen und Hochwasserlagen bestätigten die Prognose - in Folge des Klimawandels sei immer häufiger mit Regenereignissen zu rechnen. Der Lippeverband sieht sich daher darin bestätigt schon begonnene Hochwasserschutzarbeiten weiter fortzuführen. Dafür seien jedoch dringend mehr Flächen nötig - um Rückhalteräume als natürliche Überflutungsflächen zu schaffen. Darüber müsste die Politik dringend diskutieren. Bei Olfen und Datteln direkt hinter der Kreisgrenze hatte der Verband die Lippe beispielsweise zuletzt schon auf einigen Kilometern naturnah umgestaltet. Im Hochwasserfall bieten sich dem Fluss damit natürliche Überflutungsflächen. Außerdem fließt der Fluss durch diese schon umgesetzte Maßnahme weniger schnell. Das verhindert einen reißenden Strom bei heftigen Regenfällen. Zurückgebaute Deiche im Nachbarkreis bei Haltern-Lippramsdorf und Marl sowie in der Nachbarstadt Hamm tun ihr übriges - sodass die Lippe bei Starkregenereignissen mehr Platz hat sich auszubreiten.