
KREIS: Patientensteuerung soll entlasten
Kapazitäten von Ärzten sind endlich - eine konsequente Steuerung der Patienten sei daher unerlässlich. Die Ärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung für den Kreis Coesfeld und die Region sprechen sich daher jetzt in einem gemeinsamen Positionspapier dafür aus, den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 stärker zu fördern und als Lotse zu nutzen.
Veröffentlicht: Dienstag, 26.03.2024 14:22
Bei dem ärztlichen Bereitschaftsdienst bekommen Patienten eine direkte Empfehlung zum korrekten Behandlungsort - Krankenhaus, Bereitschaftsdienst, Praxis oder Videosprechstunde. Medizinisch geschulte Mitarbeiter bekommen bei der Einschätzung Hilfe von einem bundesweit genutzten Programm. Eine so konsequente, direkte Patientensteuerung entlaste Ärzte. Ärzte können sich dann besser jeweiligen Kernaufgaben widmen - in der Praxis, im Krankenhaus und im Rettungsdienst. Wünschenswert wäre es daher, den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 und den Notruf 112 in Zukunft zu verknüpfen - um ein Nebeneinander zu vermeiden, sagen die Ärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung. Frühzeitige Infoangebote - beispielsweise schon in Schulen - sollen Patienten schon früh auf die gezielten Kontakte aufmerksam machen, um Patienten besser zu steuern. Das entlaste nicht nur Ärzte, sondern helfe auch Patienten zuverlässig Notfallkontakte zu finden.