
Heute fordern die Kassenärztlichen Vereinigungen bundesweit, den Test auszuweiten. Es gebe noch zu viele Probleme. Im ärztlichen Alltag in den Arztpraxen hapere es beim Umgang mit der E-Patientenakte. Nach mittlerweile fünf Wochen laufe es noch nicht rund, weil es an technischen Voraussetzungen mangele oder es gebe andere Probleme, die ein wirksames Testen verhindern würden. Eine große Bilanz der Modellregionen soll es Mitte März geben und der bundesweite Start der E-Patientenakte ist ab April geplant. Das sorgt für Unsicherheit und Unruhe in den Praxen. Die Kassenärztlichen Vereinigungen sagen einstimmig, dass das vorgesehene Zeitfenster nicht ausreicht, um die wichtigsten technischen Probleme zu beseitigen. Würde das System zu früh an den Start gehen, würde die Qualität der Software, die Daten-Sicherheit der Akten und die generelle Akzeptanz der Patienten für das System sinken. Im schlimmsten Falle würden Praxen und Patienten die E-Patientenakte ablehnen. Ziel der elektronischen Patientenaktie: Medizinische Befunde sollen leichter zwischen Arztpraxen, Kliniken und Apotheken ausgetauscht werden.