
Nach der neuen PISA-Studie schneiden deutsche Schüler zwar besser als der internationale Durchschnitt ab, aber im Vergleich zum letzten PISA-Test haben sie sich beim Lesen, in Mathe und Naturwissenschaften verschlechtert. Schüler aus sozial schwächeren Familien sind bei der Bildung weiterhin abgehängt. Erziehungswissenschaftler Christian Fischer von der Uni Münster sagt: Hier könne Deutschland von anderen Ländern lernen: Finnland und Kanada schneiden beispielsweise sehr viel besser in allen Bereichen ab. Dort sind die Ganztagsschulsysteme sehr viel ausgeprägter als in Deutschland. Schulen haben somit viel bessere Möglichkeiten, schwächere Schüler zu stärken. Außerdem wäre es wichtig, Lehrer besser darauf vorzubereiten, dass die Kluft zwischen leistungsstarken und leistungsschwachen Schülern größer geworden ist. Aufholbedarf bestehe auch noch bei den digitalen Medien. Es reiche nicht die Technik zur Verfügung zu stellen, Lehrer müssten auch dafür geschult sein sie sinnvoll im Unterricht einzusetzen.