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KREIS: Reaktion auf Konsequenzen des Bischofs
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KREIS: Reaktion auf Konsequenzen des Bischofs

Bischof Felix Genn will als eine Konsequenz aus der Studie über sexuellen Missbrauch im Bistum Münster einen Teil der Macht abgeben.


Veröffentlicht: Samstag, 18.06.2022 05:00

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Das solle helfen, für mehr Transparenz bei Entscheidungen zu sorgen. Und er will Betroffene stärker unterstützen, unter anderem mit einer Traumabegleitung und einer unabhängigen Beratungsstelle. Antonius Kock aus Dülmen ist Betroffener und Sprecher einer Selbsthilfegruppe in Münster,. Er kritisiert die Massnahmen des Bischofs. Es gehe nicht um Hilfe für alle Betroffenen. Unabhängige Betroffene würden nicht zur Sprache kommen, sondern die vier, mit denen er gerade im Gespräch sei. Das Entscheidungsrecht habe aber immer noch das Bistum. Das habe mit Unabhängigkeit überhaupt nichts mehr zu tun. Insgesamt ist er vom Bischof enttäuscht. Bei den Gremien, die jetzt neu kommen sollen, habe die Kirche nach wie vor das letzte Wort. So ändere sich an den Machtstrukturen nichts. Eine gute Sache gebe es immerhin: Betroffene und Zeugen melden Hinweise auf sexuellen Missbrauch über ein neues Internetportal des Bistums. Sie bleiben dabei anonym. Und jeder Hinweis geht direlt an die Staatsanwaltschaft. Infos dazu gibt es HIER. Ein Forscherteam der Uni Münster hat die Zeit ab den 50er Jahren im Bistum untersucht und kanpp 200 Geistliche als Täter und über 600 bestätigte Opfer ermittelt. Die Dunkelziffer sei wesentlich höher.

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