
Geplant sind strenge Regeln. Besucher müssen Fragen zu ihrem Gesundheitszustand und zu möglichen Kontakten mit Corona-Infizierten beantworten. Sie müssen sich namentlich registrieren lassen und Schutzmasken tragen. Besuche sollen in abgetrennten Bereich stattfinden. Maximal 2 Besucher auf einmal sind erlaubt. Altenheime im Kreis Coesfeld sehen das Ganze zwiegespalten. Der Heimleiter des St. Vitus Stifts in Olfen, Hermann-Josef Ahmann, sagt: Einerseits ist es toll für die Bewohner, wenn sie Freunde und Familienangehörige wieder sehen dürfen. Das Besuchsverbot habe die Bewohner seelisch stark belastet. Andererseits sieht er ein Problem, weil sich dadurch das Ansteckungsrisiko erhöhe. Der Leiter des Altenheims der Heilig Geist Stiftung in Dülmen, Rainer Schmidt-Dierkes, ist sehr skeptisch. Der Muttertag sei für viele ein wichtiger Tag – wenn Altenheime dann wieder für den Besucherverkehr öffnen, würden sehr viele Angehörige kommen wollen. Auf die Mitarbeiter käme eine Mammutaufgabe zu, denn die Vorgaben des Landes sehen vor, dass Mitarbeiter die Besucher alle vorher befragen müssen, um das Infektionsrisiko einschätzen zu können. Der Heimleiter glaubt nicht, dass er so alle Besuche ermöglichen kann. Das NRW-Gesundheitsministerium erlaubt außerdem, dass Werkstätten für Menschen mit Behinderungen bald wieder öffnen dürfen. Das begrüßt der Caritas-Verbandsvorsitzende im Kreis Coesfeld, Christian Germing. Vielen behinderten Menschen würde die Tagesstruktur fehlen. Er kündigt aber auch an: Nicht alle könnten wieder gleichzeitig in die Werkstätten zurückkehren, weil sich alle an die Abstandsregeln halten müssen.