
KREIS: Schulstart mit Sehdefiziten verhindern
Noch sind Sommerferien im Kreis Coesfeld - damit der Schulalltag zum Schulstart aber auch klappt, ist es wichtig, dass Kinder gut alles lesen und an der Tafel erkennen können. Die Krankenkasse AOK für den Kreis Coesfeld und die Region appelliert daher vor dem Schulstart an Eltern, auf die Sehfähigkeit ihrer Kinder zu achten. Im Kreis hat im vergangenen Jahr jedes neunte bei der AOK versicherte Grundschulkind eine Brille verordnet bekommen. Bei Kindergartenkindern war es jedes 14. Kind. Die AOK rät Eltern bei Anzeichen wie Kopfschmerzen oder Müdigkeit zum Augenarztbesuch und zu Vorsorgeuntersuchungen.
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AOK zum Schulstart im Kreis Coesfeld: Jedes neunte Grundschulkind trägt eine Brille
Schulstart mit Sehdefiziten sollte verhindert werden
Kreis Coesfeld, 20.08.2026
Gutes Sehen ist für Schulkinder unerlässlich. Denn nur dann können sie den Schulalltag meistern und lesen, schreiben und alles an der Tafel erkennen. Rechtzeitig zum Schulstart im Kreis Coesfeld appelliert die AOK NordWest daher an alle Eltern, unbedingt auf die Sehfähigkeit ihrer Kinder zu achten und rechtzeitig zu handeln. Jedes neunte bei der AOK versicherte Grundschulkind im Kreis Coesfeld im Alter von sechs bis zehn Jahren (11,4 Prozent) bekam im vergangenen Jahr eine Brille verordnet. Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest. Bei Kindergartenkindern im Alter zwischen drei und fünf Jahren waren es 7,2 Prozent. „Ein Schulstart mit Sehdefiziten sollte unbedingt verhindert werden. Sehprobleme zeigen sich meist durch Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Verhaltensauffälligkeiten der Kinder im Alltag. Dann sollten Eltern mit ihrem Kind unbedingt einen Augenarzt aufsuchen. Wichtig ist auch, die Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt wahrzunehmen“, rät AOK-Serviceregionsleiter Michael Faust.
Durchblick zum Schulstart
Der Start in den Schulalltag stellt viele Kinder vor Unsicherheiten, beispielsweise Ängste vor dem Schulweg, den anderen Kindern und Lehrern oder den unbekannten Räumlichkeiten, die Angst, etwas nicht zu können. Oft taucht aber dann ein ganz anderes, bisher unentdecktes Phänomen auf: Die Buchstaben und Zahlen an der Tafel verschwimmen. Beim Lesen ist das Wort nicht richtig erkennbar.
Sehschwäche bei Kindern rechtzeitig erkennen
Sehprobleme bleiben oft lange unentdeckt, denn schlechtes Sehen tut nicht weh. Außerdem können Kinder ihre eigene Fehlsichtigkeit aufgrund des mangelnden Vergleichs häufig nicht feststellen. In der Schule fällt es schlecht sehenden Kindern häufig schwer, dem Unterricht zu folgen. Sie ermüden schneller, Konzentrationsschwierigkeiten, Leistungsabfall und Motivationsverlust können die Folge sein. Anzeichen für Sehprobleme bei Kindern können Klagen über Kopfschmerzen, Augenbrennen oder vermehrtes Zwinkern oder Blinzeln sein. Auch Kinder, die sich ständig die Augen reiben, ihren Kopf schief halten, einen geringen Abstand zu Buch, Bildschirm oder Fernsehen halten, können eine Sehschwäche haben. Weitere Warnhinweise können sein, wenn Kinder häufig stolpern, generelle Balancestörungen aufweisen oder zunehmende Schwierigkeiten bei Dämmerung oder Dunkelheit haben. Hornhauttrübungen und grau-weißliche Pupillen können ebenfalls auf eine Sehschwäche hinweisen. Ein erhöhtes Risiko für eine Fehlsichtigkeit liegt zum Beispiel vor bei Frühgeburten, Kindern mit Entwicklungsrückstand, Geschwistern oder Kindern von Schielern oder stark Fehlsichtigen sowie bei Kindern aus Familien mit bekannten erblichen Augenerkrankungen.
Augenuntersuchungen beim Kinderarzt
Im Rahmen der gesetzlich empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt, die vom dritten Lebenstag bis kurz vor Schulbeginn durchgeführt werden, steht bei der Untersuchung (U9) kurz vor Schulbeginn auch der Sehsinn des Kindes im Fokus und damit die Früherkennung einer Fehlsichtigkeit. „Diese Untersuchungen zahlen die gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten. Wird dabei eine Fehlsichtigkeit festgestellt, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen für die bei ihnen versicherten Kinder und Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr die Kosten für Brillengläser in Höhe der sogenannten Festbeträge“, sagt Faust.