
Besonders gefährdet sind Kinder und ältere Menschen, aber auch alle anderen sollten auf sich achten. Hohe Temperaturen bedeuten grundsätzlich zusätzlichen Stress und Belastung für den Körper. Daher sollten sich Menschen jeden Alters daran orientieren: Je wärmer es wird, desto mehr sollte körperliche Anstrengung reduziert werden.
Auf Warnzeichen achten
Die Anzeichen eines Hitzschlags können unterschiedlich ausfallen. Dazu gehören unter anderem starke Erschöpfung, Kopf- und Muskelschmerzen, Kurzatmigkeit oder Verwirrtheit – auch wenn sie einzeln auftreten. „Ebenso zählen Schwindel, Übelkeit, auffällige Blässe oder Hautrötungen zu möglichen Symptomen. Fieber, Appetitmangel oder Verstopfung können auch auftreten“, erläutert der Apotheker. Wichtig ist dabei: Die Beschwerden können auch erst verzögert nach der Hitzeeinwirkung auftreten.
Bei einem Verdacht auf Hitzschlag sollten Betroffene als Erste-Hilfe-Maßnahme schnellstmöglich aus der Hitze gebracht werden. Außerdem ist es sinnvoll, ihnen Wasser anzubieten und sie vorsichtig zu kühlen, etwa mit feuchten Tüchern an Kopf, Nacken sowie Händen und Füßen. „Die Kühlung sollte jedoch nicht zu stark sein, da dies den Kreislauf zusätzlich belasten kann“, so Barrmeyer.
Ausreichend trinken
Damit der Körper mit der Hitze umgehen kann, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr entscheidend. Besonders bei Kleinkindern und älteren Menschen sollten Angehörige darauf achten, dass regelmäßig getrunken wird. Kinder sollten mehrmals pro Stunde kleine Mengen Wasser bekommen, und Säuglinge benötigen unter Umständen häufiger Stillmahlzeiten. „Erinnern Sie auch ältere Angehörige immer wieder ans Trinken – entweder direkt bei Besuchen oder über telefonische Kontakte mehrmals täglich“, empfiehlt Barrmeyer. Als Getränke bei starker Wärme eignen sich Wasser oder ungesüßte, kühle Tees. „Alkohol sollte hingegen vermieden werden, da er den Körper zusätzlich belastet.“
Auch Medikamente reagieren empfindlich
Nicht zuletzt spielt die richtige Lagerung von Arzneimitteln bei hohen Temperaturen eine große Rolle. „Viele Medikamente können bei bis zu etwa 25 Grad gelagert werden. Wird es wärmer, kann es nötig sein, sie zu kühlen, damit ihre Wirkung erhalten bleibt“, erklärt Stephan Barrmeyer. Je nach Präparat bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten an, etwa isolierte Taschen, kühle Kellerräume oder – bei geeigneten Medikamenten – das Gemüsefach im Kühlschrank. Unter anderem reagieren Zäpfchen, Insulin, Cremes und Schmerzpflaster empfindlich.