
Im Ergebnis haben sich die psychischen Belastungen der Eltern mehr als verdoppelt. Vor allem sind Eltern betroffen, deren Kinder schon vor Corona überwiegend in Kitas oder im offenen Ganztag der Schulen betreut wurden. Geld-Sorgen in der Familie und teilweise beenge Wohnverhältnisse belasten zusätzlich. Über die Hälfte der befragten Familien haben weder einen Garten, noch einen Balkon. Viel Energie und Kraft kostete es Mama und Papa dann auch noch, sich aufzuteilen und zu klären, wer sich um Haushalt, Kinder und Co. kümmert und wer arbeitet. Viele Eltern haben versucht, in Nachtarbeit ihre Stunden im Homeoffice abzuleisten und sind dadurch an ihre Grenzen gestoßen. Das Fazit der Forscher: Kommt es erneut zu eingeschränkten Freiheiten, sollten besonders belastete Familien bei einer Notbetreuung in der ersten Reihe stehen. Immerhin hat es in der Umfrage auch erfreuliche Aspekte gegeben. Einige Familien sind in der Zeit des Lockdowns wieder stärker zusammengewachsen. Die Forscher der Uniklinik haben für ihre Studie im Mai und Juni über 3200 Eltern mit Kindern im Alter bis zu elf Jahren befragt.