
Heute läuft der Schlachtbetrieb beim Fleischriesen Tönnies in Rheda Wiedenbrück im Kreis Gütersloh zwar wieder an, doch der Stopp hat den Alltag der Landwirte mächtig ins Wanken gebracht. Zum Einen mussten sich einige Alternativen für ihre schlachtreifen Tiere überlegen, zum Anderen sind die Preise für das Fleisch abgerutscht. Der Ausfall eines einzelnen Schlachtbetriebs lässt ein ganzes System wackeln. Für den Billerbecker Schweinemäster Philipp Schulze Esking sind Puffer und Reserven dringend nötig. Nicht die großen Betriebe seien das Grundproblem, es müsse ein gesundes, stabiles System in de Landwirtschaft und in der Lebensmittelerzeugung geben. Wegen eines massiven Corona-Ausbruchs in der Tönnies-Belegschaft, stoppte der Betrieb Mitte Juni. Tönnies schlachtet am Hauptsitz in Ostwestfalen pro Tag zwischen 20 000 und 25 000 Schweine.