
Der Vogel wies eine Schussverletzung auf, Klauen und Kopf waren entfernt worden. Der Fall geht jetzt an die Staatsanwaltschaft. Der Vogel war mit einem Sender versehen, er gehörte zu einem Auswilderungsprogramm in Frankreich. Diesen Sender haben Experten ausgewertet. Senderdaten zeigen, dass das Tier Anfang April gestorben ist. Einige Tage später gab es neue Signale. Der Sender übermittelte Standortdaten aus Reken im Nachbarkreis Borken und später nahe Lembeck im Nachbarkreis Recklinghausen. Dort wurde der Seeadler gefunden. Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises, die Kreisjägerschaft, das Landesumweltministerium und das Komitee gegen Vogelmord stehen in engem, Austausch. Sie gehen seit Jahren gegen den Abschuss von Greifvögeln vor und befassen sich auch mit Fall des Seeadlers im Letter Bruch.