
Die Nacht war für sie vor allem in Coesfeld arbeitsreich. Mit fast 20 silvesterbedingten Fällen war das der Einsatzschwerpunkt der Polizei in der Silvesternacht. Unter anderem wurde eine Frau in der Straße Rottkamp in der Nähe des Möbelhauses an der B474 Opfer eines Täters, der sie ins Gebüsch zog. Sie konnte sich zum Glück befreien und flüchten. In einer Disko suchte sie sich Hilfe und gemeinsam mit ihren Helfern rief sie die Polizei. Die sucht jetzt den Täter. Er soll männlich, ca. 40 Jahre alt und ca. 180 Zentimeter groß gewesen sein.
Außerdem ermittelt die Polizei nach einigen Bränden: In Appelhülsen zerstörten Flammen einen Müllcontainer des Nettomarktes am Ahornweg, in Senden im Schloßfeld waren es brennende Mülltonnen, die durch die Hitze eine Hausfassade und Rollläden beschädigte und in Ascheberg brannte in der Gartenstraße eine Gartenlaube völlig ab. Der Rettungsdienst ist überrascht. In der Silvesternacht gab es Glatteis und extrem dichten Nebel, vor allem in und rund um Coesfeld und in den Baumbergen. Christiane aus Coesfeld berichtet über WhatsApp, dass Fußgänger den Autofahrern mit Zeichen und Gesten in der Stadt den Weg gezeigt haben, wenn mal besonders viel Nebel auf Kreuzungen stand. Trotz des Nebels und des Glatteises gab es in der gesamten Nacht deswegen nur einen Unfall. Eine Frau fuhr in den Baumbergen zwischen Nottuln und Billerbeck gegen einen Baum und wurde schwer verletzt. Ansonsten habe es in der Silvesternacht ein Drittel weniger Einsätze gegeben als im Vorjahr, sagt der Leiter des Rettungsdienstes im Kreis, Michael Hofmann vom Deutschen Roten Kreuz.